Dienstag, 7. Januar 2014
Gedanken zum 20. Todestag unseres Sohnes
"Sag ihm ´Tschüss`, wer weiß wann du ihn wieder siehst.", habe ich zu meinem Mann gesagt, als er morgens los musste. Ich würde mit Marvin zum Arzt fahren und hatte kein gutes Gefühl.
Dass unser Sohn Stunden später tot sein würde, war nicht in meinen Gedanken.

Heute ist es 20 Jahre her. Am 07. Januar 1994 ist Marvin gestorben. Geboren am 1. Weihnachtstag 1993.

Das erste Jahr danach ist stückweise so gut in Erinnerung, als wäre es gestern gewesen, dann wieder gar nicht in Erinnerung, als hätte es nicht stattgefunden.
Abgesehen von prägnanten Situationen, habe ICH nicht stattgefunden.
Manchmal denke ich heute, dass die Tatsache, dass wir noch unseren Ältesten hatten (damals gute 3 Jahre alt), mich überhaupt im Leben gehalten hat.

Ein Jahr hat es gedauert, bis ich auch mal an etwas anderes denken konnte, als daran, dass mein Sohn gestorben ist.
Ein Jahr Fassungslosigkeit, Verzweiflung, Kampf, Tränen, Überforderung.
Funktionieren für den Erstgeborenen, akzeptieren, dass mein Mann sich in die Arbeit flüchtet, einsehen, dass die Erde sich einfach weiterdreht. Totale Trauer, totale Finsternis und absolute Hoffnungslosigkeit.

Dann kam die Wut. Schon im Krankenhaus hatte ich gemerkt, dass mit Marvin etwas nicht stimmte. Warum hat mich keiner ernst genommen? Warum passiert uns das? So viele Kinder werden nicht geliebt, nach der Geburt ausgesetzt, misshandelt...
warum wird uns unser Sohn genommen?
Ich habe dann akribisch den Obduktionsbericht durchgearbeitet. Habe mir die ganzen Fachausdrücke übersetzt, wollte einen Schuldigen finden, dem ich meine Wut und Verzweiflung ins Gesicht schleudern kann.
Es folgten Gespräche mit Frauen - und Kinderarzt und ich musste akzeptieren, dass es nicht zu retten war.
Selbst wenn man den 4fachen Herzfehler entdeckt hätte, so wäre niemand auf die Idee gekommen, dass die Speiseröhre nicht am Magen endet, sondern einfach vorher abzweigt.

Das dauerte ebenfalls ein gutes Jahr. Es tat gut einfach etwas zu tun. Meinen Job hatte ich gekündigt, weil ich nicht einfach so weitermachen konnte, als wäre nichts geschehen. Inzwischen trauten Bekannte sich wieder an uns ran, aber durch meine Wut hielten es nur die Vertrautesten in unserer Nähe aus.
Nach der Wut kam die Trotzphase. "Das Leben ist mir was schuldig" war meine Devise. Wir umgaben uns mit Freunden, feierten viel, haben quasi trotzig ´das Leben in vollen Zügen genossen`.
Irgendwann war auch das vorbei und wir kamen wieder in die Spur. In dieser Zeit habe ich dann auch die "Marvin-Geschichte" aufgeschrieben. Bis ins kleinste Detail, jedes Wort und jeden Blick. Das hat mir sehr geholfen.

Viele Gespräche zwischen uns machten deutlich, dass mein Mann ebenso leidet wie ich, es nur anders handhabt.
Wir versuchten bewusst wieder zueinander zu finden. Nicht nur oberflächlich, sondern tatsächlich.
Das war ein weiter Weg und schließlich wussten wir: wir wagen es, wir möchten noch ein Kind.
Am 01. Januar 1998 ist uns dann ein gesundes Baby geschenkt worden.
Genau in die "Lebenszeit von Marvin" hinein. (25.12.-07.01.)

Abgesehen davon, dass wir natürlich große Angst hatten, dass wieder was passiert, sind wir damit wieder im Leben angekommen. Gelegentlich hatte ich ein schlechtes Gewissen Marvin gegenüber, weil wir ihn irgendwie "ersetzt" hatten. Aber der Gedanke war dann auch immer schnell wieder weg. Das eine hat ja mit dem anderen nichts zu tun.

Obwohl also alles schön war jetzt, war es jedes Weihnachten wieder so weit: Trauer. Und ich konnte mir nicht vorstellen, dass das jemals aufhören würde. Jedes Jahr am 07. Januar bin ich zum Friedhof gepilgert, habe Blumen und Kerzen gebracht und mit meinem verstorbenen Sohn ´geredet`.

2005, also 11 Jahre nach Marvins Tod, traf ich auf eine spirituelle Lehrerin, die mir gleich sagte, dass eine Seele bei mir sei. Ein Junge. Ich brach in Tränen aus, erzählte ihr alles und begann eine spirituelle ´Ausbildung` bei ihr. Das war der Beginn meines bewusst spirituellen Weges und vor allem, bedeutete es Heilung für mich.

Seitdem habe ich meinen Frieden gemacht mit dem was geschehen ist. All meine drängenden Fragen wurden beantwortet. Warum ist das geschehen? Wie geht es meinem kleinen Sohn jetzt? Habe ich Fehler gemacht?
Dann endlich konnte ich loslassen und annehmen was passiert ist.



Aus spiritueller Sicht hat jede Seele ihren ureigensten Plan wenn sie auf diese Welt kommt. Dinge die erlebt werden wollen, Herausforderungen die gemeistert werden wollen, Lektionen die gelernt werden wollen.
Marvin, also die Seele, wollte Geburt und Tod erfahren. Das war sein Plan und den hat er durchgezogen. :)

Meinem Glauben nach suchen wir uns, bevor wir auf die Erde kommen, die Eltern aus, die uns erlauben unsere gewünschten Erfahrungen zu machen.
Wir wiederum haben uns bereit erklärt diese Erfahrung als Eltern zu machen.
Natürlich haben wir hier auf der Erde unseren freien Willen und jederzeit Entscheidungsfreiheit und Macht. Wichtig ist aber, dass wir an keiner Erfahrung die wir hier machen zerbrechen "müssen". Wir haben als Seele erklärt, diese Erfahrung machen zu wollen, weil wir uns für stark genug hielten.

Man kann von dieser Sicht sicherlich halten was man will, mir hat es geholfen, das Geschehene zu akzeptieren - und - dankbar zu sein.
Nur durch das alles bin ich auf den spirituellen Weg gekommen. Ich weiß das Leben zu schätzen und bin dankbar für Dinge, die für andere selbstverständlich sind.
Ich habe eine große innere Kraft gewonnen durch den Tod meines Sohnes. Was bitte soll mich ernsthaft verletzen, wenn ich DAS überstanden habe?
Zudem bin ich glücklich darüber, dass wir Marvin, also der Seele, diese Erfahrung ermöglicht haben und ich weiß, dass er glücklich ist, dass wir unser Leben weiterhin genießen.

Auch das ist ein ganz wichtiger Punkt in meinen Augen. Unsere lieben Verstorbenen leiden mit uns wenn wir sie nicht loslassen können.

Was ich ebenfalls recht klar erkannt habe ist, dass Trauer sehr sehr nah am Selbstmitleid ist. Der Übergang ist recht fließend.

Vielleicht gehe ich in einem gesonderten Beitrag noch einmal genauer darauf ein. Dieser hier ist Marvin gewidmet. :)
Marvin. Geboren am 25.12.1993 in Oldenburg, gestorben am 07.01.1994 im Krankenwagen auf der Autobahn zwischen Oldenburg und Bremen.

Ich freu mich schon auf unser Wiedersehen! Allerdings bitte nicht zu bald, ich habe noch einiges vor in diesem Leben! :)

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Freitag, 3. Januar 2014
Michael Schumacher spaltet die Nation
Die einen sind traurig und hoffen und bangen mit ihm, die anderen halten das alles für völlig übertrieben und kriteln rum.
Ich selber hatte auf FB ein Foto geteilt und bekundet, dass ich traurig bin und Michael alles Gute wünsche.
Kaum war das draussen, gab es auch schon Kommentare.

Ich kann einfach nicht verstehen, dass erwachsene Menschen sich derart darüber aufregen, dass die Medien
von Michael Schumacher berichten, dass so viele über soziale Netzwerke ihre Anteilnahme ausdrücken, dass in ganz Deutschland
gehofft und gebetet wird.

Ich bin begeistert von so viel Anteilnahme. Was für eine Welt wäre es, wenn ein solches Geschehnis keinen interessieren würde??
MS hat so viele Fans durch seine erfolgreiche Karriere als Formel1 Pilot - sollen die jetzt so tun, als wäre nichts passiert??
Ihm zujubeln wenn er Siege einfährt, gesund und kraftvoll dasteht, aber ignorieren wenn es ihm so schlecht geht?

So ein klitzkleines bißchen habe ich ja den Verdacht, dass die Kritiker von Neid getrieben sind.
Wenn man das so liest und hört - "nur weil der berühmt ist", "nur weil er ein Promi ist, wird so ein Tamtam gemacht" , "auf einmal sind se alle Schumis Freunde"
hmmmmm... für mich sieht des arg nach Neid aus...
Einige schreiben ja tatsächlich "wenn mir was passiert, interessiert das auch keinen" - na, da möchte man doch sofort die Arme öffnen und den armen Menschen mal feste drücken. :-)

Eine Bekannte von mir, also auf der FB-"Freundesliste" ist so ein Typ, der immer sagt was er denkt, der sich unbedingt für seine Ziele einsetzt und dabei auch gerne mal laut wird, also die Stimme erhebt.
Natürlich tut sie das auch jetzt. Sie wettert gegen jeden, der Anteilnahme bekundet und schreibt eben auch Sätze wie "wenn mir was passiert..." und "ich hatte auch im Sommer einen Schicksalsschlag zu verkraften..."
Besonders angetan haben es ihr die "sensationsgeilen Journalisten" - und da muss ich dann grinsen. Gerade sie wäre mit Sicherheit mittels Ellbogeneinsatz und frechen Sprüchen
in der ersten Reihe und würde der Managerin das Mikro ins Gesicht froppen - WENN sie Journalistin wääääre.
Ist sie nicht, schade, sie wäre eine gute.... ;-)

Und auch hier alarmieren den aufmerksamen Zuhörer bzw. Leser die Sätze "ich hatte auch..." "wenn mir was passiert..." - das zeigt ja klar, dass sich da jemand vernachlässigt,
einsam fühlt. Zu wenig beachtet, zu wenig getröstet.
Also gönnen wir das auch den Schumachers nicht. Dass ihr nichts verloren geht, weil die Menge Gebete zum Schumi schickt, ist egal. Sie findet´s kacke. Wie so viele andere auch.

Während ich da noch einen Beweggrund ausmachen kann, habe ich große Probleme mit denen, die einem dann bei der Gelegenheit mal kurz die Afrikakinder um die Ohren hauen, oder ebenso gerne genommen: Frauen in jeglicher Notlage.
Seien es Vergewaltigungen oder Beschneidungen... Tsunamiopfer müssen auch herhalten für die Argumentation derer, die eigentlich ganz andere Probleme haben.

Für mich ist das völlig am Thema vorbei und EIGENTLICH auch wieder nur der Schrei nach Aufmerksamkeit, nur in diesen Fällen besser verkleidet.
Wenn ich dann lese, dass jetzt alle Schumi beistehen, nur weil der Promi ist, sich aber kein Schwein für die hungernden Kinder in Afrika interessiert, dann entbehrt das doch jeder Grundlage.
Einen solchen Einwand hat man ja schneller widerlegt, als der Betreffende ihn niederschreiben kann.
Ebenso all die anderen an den Haaren herbeigezogenen "Armen, um die sich keiner kümmert". So ist es ja nicht. Es gibt so viele Organisationen, in denen sich Menschen das Ziel gesetzt haben, zu helfen.
Und so viele von uns "bösenSchumiGlückWünschern" spenden in diese Organisationen und/oder sind selbst aktiv.

Ganz arg geht das übrigens in spirituellen Kreisen zur Sache. Ja, ja, is nich mit "Ommmm" und wir haben uns alle lieb....^^
Da wird auch ganz schön über einander hergefallen und in einer spirituellen Gruppe haben se einen echt zerrissen, weil er ein Schumibild mit guten Wünschen gepostet hat. :-)
Tjaaaa, da hat dann wohl auch die Spiritualität ihre Grenzen... wenn der Neid und die Missgunst das Zepter übernehmen.
Ärgerlich wird es, wenn die die anklagen sich dann hinter spirituellen Sätzen verstecken, wie "alle Menschen sollten gleich sein"
und von "Wertung" reden. "Verlogene Heuchler" ist da noch so das freundlichste... :-)
Auch hier ist wohl eher Neid und Missgunst am Start und "der Weg noch weit" . ;-)


Wir hier nehmen Anteil, weil wir Schumis Karriere verfolgt haben. Weil wir uns morgens um 4 mit Freunden getroffen haben
um seine Rennen zu schaun. Weil er einfach "unser Schumi" ist! Und weil es schlichtweg so so erschreckend ist, dass auch so ein lebendiger, durchtrainierter Typ
wie Michael Schumacher vor so etwas nicht gefeit ist... (klar, war das klar^^... aber wenn´s dann passiert...)
Mir fällt es schwer die Bilder die man von ihm durch die Medien im Kopf hat, mit denen zu vereinen, die man jetzt im Kopf hat. Kaum vorstellbar, dass der jubelnde Fighter jetzt daliegt
und beatmet wird. Wir haben Schumi einmal kurz getroffen, bei den Ferrari-Racing-Days, und ich habe 3 Sekunden in seine Augen geschaut. Wir haben über meinen Sohn gelacht, weil er
die bereits vorhandene Unterschrift auf dem Käppi so galant zugehalten, und MS gebeten hat "da zu unterschreiben". MS hat natürlich sofort gemerkt, dass da was nicht stimmt, und hat das
lachend geäussert.
Es war eine kurze, aber sehr angenehme, herzliche Situation. Seitdem mag ich ihn.
All die Reden, er sei so arrogant und geschehe ihm ganz Recht, dass er endlich mal seine Grenzen aufgezeigt bekäme, finde ich traurig und kann nichts dazu sagen.

Warum erzählt keiner davon, dass er regelmäßig große Spenden geleistet hat, ohne großen Applaus dafür einzufordern?

Und dass er vor der Kamera sagt: "Es ist einfach so, dass Corinna und ich uns immer noch lieben!" und vor Freude strahlt.

Verstörend ist für mich der dauernde Hinweis darauf, dass sekündlich schlimme Unfälle passieren, das aber keinen interessiert.
Wenn mir jemand von einem solchen Unfall berichtet, nehme ich natürlich Anteil.
Jetzt ist es aber Schumi passiert und er ist mir seit Jahren vertraut, wenn auch nur durch Medienberichte.
Also trifft es mich und ich fühle mit.
Passiert es einer mir nahestehenden Person bin ich natürlich weit mehr getroffen. Aber mitfühlen möchte ich bitte auch mit MS dürfen....

Passiert es Chris de Burgh, Rea Garvey, Milow, Nena, Xavier Naidoo, Sascha Grammel, Mario Barth, ..... keine Ahnung... unendliche Liste... trifft mich das ebenfalls.
Weil ich mag, was sie der Welt schenken.
Gibt es einen Tsunami, ein Erdbeben, einen Orkan, eine Überflutung, eine Massenvergewaltigung, Krieg, Massaker, Morde,... leider auch hier.... unendliche Liste... trifft mich das ebenfalls.
JETZT ist aber gerade Schumi aktuell und ich bitte um das Recht meine Bestürzung zum Ausdruck zu bringen und Anteilnahme zu bekunden, ohne dafür verurteilt oder bewertet zu werden. :-)

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Donnerstag, 2. Januar 2014
6 rauchfreie Wochen - dennoch: 1. Versuch gescheitert
Eigentlich habe ich ja was das Thema angeht gerade eine
"Schreibblockade" ;-) , aber es hilft ja nix.

Neeeee, ich hab et nich geschafft.

Ich habe ja so hier und da einen Versuch gemacht und es hat nicht
geschmeckt (habe ich von berichtet), aber irgendwann war
es dann wohl ein Versuch zuviel und es hat dann doch
geschmeckt.

Dann kam ein für mich von einer argen Lektion
geprägter Abend und ich habe meinen Mann gebeten,
mir JETZT Zigaretten zu kaufen (wir waren in einem
Lokal), weil ich sonst ausraste. :-) *klimper*

Und seitdem rauche ich wieder.

Es hat sich verändert, ich rauche nur draussen, viel weniger
als vorher, nicht mehr in Pausen auf der Arbeit....
Aber es ist müßig das zu erzählen - wir wissen alle -
alles Blödsinn.
Entweder du rauchst, oder du rauchst nicht, entweder hast
du es geschafft, oder du bist gescheitert.

Ich bin gescheitert!

Und - Freunde des blauen Dunstes - ich verzeihe mir!

:-)

Es ist also nicht so, dass ich jetzt total zerschlagen am Boden liegend
mir den nächsten Glimmstengel anzünde und meine
Familie bitte, mir eine schöne Beerdigung zu bereiten...
Es ist vielmehr so, dass ich stolz bin, so lange nicht geraucht zu haben
und dass ich mir vornehme einen weiteren Versuch
bei Dr. Maus in Viersen zu starten.

Bis dahin beobachte ich mich. Ich stelle jetzt schon fest,
dass ich mich über die ein oder andere Zigarette echt ärgere,
stelle aber auch fest, dass ich es super finde, in einer
dicken Decke eingehüllt draussen auf der Bank zu sitzen und eine zu rauchen.

Schaun wir mal was wird.

Ich begebe mich jetzt wieder in meine Schreibblockade,
koch mir nen Kaffee und geh eine rauchen.

Wenn ich den 2. Versuch starte halte ich euch wieder auf dem
Laufenden - also... wenn´s euch nicht langweilt. ;-)

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Wählst du Liebe oder Angst?
Sehr nachdenklich beginnt das neue Jahr für mich
und ich frage mich, warum wir nicht einfach alle in Frieden miteinander auskommen können.
Wie soll es auf der Welt Frieden geben, wenn wir schon im kleinsten Kreis einander nicht annehmen können wie wir sind
und Neid und Eifersucht unser Dasein manipulieren?
Ich dachte, du wärst meine Freundin, warum redest du den ganzen Abend mit der?
Hast du gesehen, wie oft sie den umarmt hat? Da stimmt doch was nicht.
Warum sprichst du von ihm als Freund, von mir als Kumpel?
Das kann doch nicht sein, dass die in Urlaub fahren, die haben doch grad ein Haus gekauft?!
Nur weil der Schumacher berühmt ist, machen alle so ein Tamtam, wenn mir was passiert, kräht kein Hahn danach!
Der Nachbar parkt schon wieder auf unserem Parkplatz - dem sag ich Bescheid!
Ach ja, und mein Bruder hat meine Mutter nicht in der Silvesternacht angerufen - für sie ist eine Welt zusammen gebrochen.

Maaaaaaan. Manchmal nervt mich dieses kleinkarierte Denken so an.

Müssen wir wirklich jede Gelegenheit nutzen, um über andere herzufallen?

Ich hatte Anfang Dezember ein Erlebnis, das mich nachhaltig beeindruckt.

Für mich war es ein schöner Abend, am Ende des Abends wurde mir dann mitgeteilt, ich hätte mich falsch verhalten,
weil ich mit einer Person zuviel geredet hätte und an den falschen Stellen zugestimmt und
an den falschen Stellen mitgelacht habe.
Somit hatte ich jemanden verletzt ohne in irgendeiner Form etwas davon zu bemerken.
Im ersten Moment war ich sehr betroffen und habe mich entschuldigt.

Mit etwas Abstand sieht es so aus, als würde das Problem weniger bei mir liegen,
dass vielmehr Eifersucht die treibende Kraft ist.
Ein Gefühl, das mir durchaus bekannt ist, allerdings beschränkt sich das bei mir auf meinen Mann. ;)
Und auch da überlege ich mir gut, ob ich unsere Beziehung damit belaste, oder mich vorher frage, ob ich vielleicht über-reagiere.

Wenn wir alle lernen, dass Liebe nicht nur die Liebe zwischen zwei Menschen ist und somit Intimität bedeutet, wird vieles einfacher.
Ich liebe in diesem Leben viele Menschen. Meinen Mann, meine Kinder, meine Mutter, meinen Bruder, meine ganze Familie, die Menschen
mit denen ich schöne Abende verbringe, die Menschen mit denen ich arbeite, die Masseurin die mir meine Schmerzen genommen hat, usw.

Lieben bedeutet nicht immer völlige Hingabe, körperliche Nähe und totale Vertrautheit für mich.

Meine Arbeitskolleginnen stehen für mich ein, wie ich für sie. Dafür liebe ich sie. Trotzdem sehen wir uns privat kaum
und jeder lässt den anderen sein wie er ist.
Wir sind seit einiger zeit in einem sehr schönen Kegelclub und ich liebe die alle.
Jeden für seine Eigenarten und jeden auf andere Weise. Jeder einzelne von ihnen ist
wundervoll auf seine Art und Weise.

Wir wohnen hier in einer recht großen Nachbarschaft und es sind so viele liebenswerte Menschen!
Ich liebe jeden von ihnen auf irgendeine Art und Weise.
Mit einigen verbindet mich ein wirklich tiefes Gefühl. Deshalb sehen wir uns aber nicht öfter
als all die anderen.

Es gibt Menschen die ich schon Monate nicht mehr gesehen habe und trotzdem liebe ich sie und sie sind in meinen Gedanken.
Ich habe eine Freundin in Bad Zwischenahn, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe und wir telefonieren nie - trotzdem verbindet mich Liebe mit ihr.
Einige Kilometer entfernt wohnt meine Seelenschwester und obwohl wir gerade nicht zueinander passen, uns also schon lange nicht mehr gesehen haben,
liebe ich sie.

Ich könnte endlos so weiter machen. Ich habe schon oft in Beiträgen geschrieben, dass es nur zwei große Energien
gibt - die Liebe und die Angst. Wie berichtet gehören zu Liebe alle positiven Emotionen - Sympathie, Geduld, Mitgefühl, Freundlichkeit,
Gnade, Freude, und so weiter.
Zur Angst gehören Hass, Neid, Eifersucht, Gier und so weiter.

Wenn man das einmal wirklich verstanden hat, dann entscheidet man ganz klar zwischen beiden Energien, egal um welche dazugehörende Energie es gerade geht.
Wenn ich also merke, dass ich mich über jemanden sehr aufrege - sagen wir, eine Arbeitskollegin. Dann kommt irgendwann der Punkt wo man entscheiden muss, in welche Energie man sich
bewegen will. Ich suche mir dann die stärkste "Unter-Energie" der Angst aus und frage mich also, ob ich sie hassen will.
Nein, möchte ich nicht. Also - sie kann ja nix dafür, dass ihr Zeh entzündet ist. ( ;) ) - da bin ich dann schon wieder auf einem guten Weg in die große Energie "Liebe".
Dass heißt ja dann nicht automatisch, dass ich sagen kann, ich liebe sie. Es heißt, dass eine Unter-Energie zum Tragen kommt - in diesem Fall vielleicht Mitgefühl, Verständnis?
Das ist mir noch nicht so ganz klar. Ich beobachte das übrigens auch bei meinen anderen Arbeitskolleginnen.
Auch sie haben Probleme damit, in der negativen Energie zu bleiben, obwohl sie, wie ich auch, sauer sind auf die Kollegin.
Ich find das wunderbar. :)

Und so kann man immer weiter Beispiele anführen.
Wie erwähnt hat mein Bruder meine Mutter in der Silvesternacht nicht angerufen und sie ist enttäuscht, sauer, beleidigt.
Auch sie wird sich an einem Punkt entscheiden müssen, ob sie in diese Energie gehen will.
Natürlich wird sie umkehren und nicht in den Hass (stärkste Unter-Energie der Angst) gehen, sondern die Liebe wählen.

Uns verband mit einem Paar jahrelang eine sehr enge Freundschaft, bis man dann irgendwann nicht mehr zueinander passte.
Wie das so ist, gab es Diskussionen, Streit, Unzufriedenheit, beleidigt sein und alles was dazugehört. Völlig natürlich wenn Gefühle im Spiel sind.
Irgendwann kommt auch da der Punkt wo du dich entscheiden musst - will ich sie denn hassen? (wieder die stärkste Unter-Energie der Angst ausgesucht, um die Entscheidung zu erleichtern)
Nein, natürlich nicht. Also - umkehren bitte! - und eine Unter-Energie der Liebe wählen.

Wenn die Tochter der Nachbarin wieder mal so vor unserer Haustür parkt, dass unser Auto nicht mehr dahinter passt, fällt die Entscheidung schon
schwerer :-)) - aber natürlich - bei der Wahl - will ich sie hassen? Nein!
Unter-Energie der Liebe in diesem Fall - GEDULD! ;)

Es gibt sicherlich extreme Situationen, in denen Menschen sich tatsächlich für die Angst, den Hass entscheiden.
Wenn jemand meinen Kindern etwas antun würde, wäre ich sicherlich erst einmal im Hass!
Aber in normalen Alltagssituationen hilft es wirklich sich selbst vor diese Wahl zu stellen.
Wenn ich merke, dass ich mich in die falsche Richtung bewege, versuche ich herauszufinden welche Unter-Energie
am Werk ist. Neid? Missgunst? Eifersucht?
Wenn man erkennt, sich bewusst macht, was vor sich geht, kommt man sehr leicht wieder raus.
Will ich hassen? Nein. Also bitte eine Unter-Energie der Liebe auswählen.
Mir helfen oft Mitgefühl, Verständnis und Freude am Leben.

Es ist also so, dass wir öfter sagen könnten - ich liebe dich! - wenn wir verstehen würden, dass das nicht Ausschließlichkeit, Intimität und totale Vertrautheit mit sich bringen muss.
Es bedeutet vielmehr, dass man bereit ist, den anderen zu respektieren. Zu verstehen, dass er seine Aufgaben und Lektionen in diesem Leben hat, wie ich meine Aufgaben
und Lektionen in diesem Leben habe.
Wenn mich also das Verhalten eines Menschen wirklich auf die Palme bringt, versuche ich
zu verstehen. Wenn ich jemanden auf die Palme bringe, hoffe ich, dass er/sie ebenfalls versucht zu verstehen.

Wie hat der im Radio letzt gesagt:
"Und steig nicht auf jede Palme die man dir hinstellt!"

Namasté

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Dienstag, 5. November 2013
Freundschaften im Fluss des Lebens
Sooooo..... *hüstel* Also Dinge begegnen einem im Leben....
Jemand hat sich beschwert, mein blog wäre nicht spirituell genug. Na ja, nicht wirklich beschwert.
*räusper*
Sagen wir mal so, es wurde angemerkt.
Es wurde angemerkt, dass man staune,dass ich diese Plattform nicht energischer nutze um spirituelle Weisheiten zu verbreiten. Dass ich mich stattdessen damit zufrieden gäbe ("gäbe" im Sinne von "geben würde" - gibt es das so?) - also dass ich mich damit zufrieden gäbe, über meine Befindlichkeiten bei Gassirunden zu schreiben.
*an die Wand starr*
Ist das so?

Also ich finde ja, dass der aufmerksame Leser auch aus meinen Gassi-Geschichten (wie abwertend das klingt! Aber da bin ich ja super-spirituell und lasse diese mitschwingende Wertung nicht an mich ran^^) - also ich finde ja, dass der aufmerksame Leser aus meinen Geschichten, bzw. Beiträgen immer irgendwie etwas spirituelles ziehen kann.
Ich hab doch ständig irgendwelche Einsichten - bemerkt man das denn als Leser gar nicht?
*traurig guck*

Aber wie auch immer, ich mach eh weiter wie bisher - ich kann gar nicht anders.

So habe ich heute den halben Tag damit verbracht über Beziehungen nach zu denken. Der Auslöser waren wohl die vielen Sprüche auf Facebook die sich um das Thema ranken.
Viele dieser Sprüche haben quasi etwas anklagendes, so etwas vorwurfsvolles. Für den unbeteiligten Leser klingt da mit: und wenn du mich verlässt, bist du ein schlechter Mensch! oder: Und wenn du nicht auf ewig und immer mein Freund bist, dann bist du ein Charakterschwein!

Achtet mal darauf, wenn solche Sprüche von euren fb-"Freunden" geteilt werden.

Da frag ich mich dann irgendwann, so nach dem 35. Spruch dieser Art, den einer meiner fb-"Freunde" mit wichtigem Beisatz oder vielsagendem Smily geteilt hat, was bitte willst du mir sagen?

Heisst das also, dass ich bis an mein Lebensende dein Freund bleiben muss, weil ich es einmal war/oder aktuell bin?
Das macht mir Sorgen....
Heißt das, dass ich ein schlechter Mensch bin, wenn ich unsere Freundschaft/Beziehung irgendwann als beendet betrachte?
Bin ich ein Charakterschwein, wenn ich unsere Beziehung irgendwann als "in einer Sackgasse befindlich" empfinde?
Da stehen ja krasse Dinge in solchen Sprüchen. Dass man "es nicht wert sei", dass der andere mich nehmen muss wie ich bin, sonst ist er es nicht wert. Bzw. sonst ist er mich nicht wert, hat mich also nicht verdient und all so´n Kack.
Sorry, aber das seh ich komplett anders.

Muss ich denn die Person mit der ich befreundet bin immer und rundherum so nehmen wie sie sich gerade verhält?
Ist es nicht mein Recht als Freund zu sagen: "Hey, das verletzt mich, das macht mich traurig, das kommt seltsam rüber, das macht mir Sorgen,.....?"
Und erwarte ich nicht von einem Freund, dass er mir eben diese Dinge sagt???

Was ist das für ein Freund, der mir nur nach der Nase schnackt?

Und was ich auch nicht verstehe ist diese Panik, wenn eine Beziehung, eine Freundschaft zu Ende geht.
Klar, wenn es um die große Liebe geht....
Aber ich meine ja hier nicht die Partnerschaft, sondern freundschaftliche Beziehungen.
Ist es denn nicht selbstverständlich, dass es irgendwanneinmal zu Ende geht?

Es gibt natürlich Freundschaften die ein Leben lang halten - was für ein Geschenk!
Und wie selten!

Also bitte, Leute, machen wir doch nicht aus jedem "Tschüß" so ein Theater! Es war eine tolle Zeit, die wir erleben durften und jetzt ist sie zu Ende. Ich werde dich vermissen, an dich zurück denken, dich in meinem Herzen bewahren, aber mach´s gut.

Ich denke da immer an dieses Bildnis "Zugfahrt ~ Leben" Leute steigen ein und wieder aus. Die einen sitzen einfach so in unserem Abteil und wir bemerken sie kaum, mit anderen haben wir eine tolle Zeit und wieder andere kommen uns sehr nahe und bedeuten uns viel. Bis sie dann aussteigen....

Jede Begegnung hat einen Sinn; das habe ich schon in anderen Beiträgen betont. So hat auch jede Freundschaft einen Kontext. Mal lernen wir viel vom anderen, mal lehren wir, mal wechselt es sich wunderbar ab. Einige verletzen uns, damit wir daran wachsen können, andere bringen uns auf ihre Art auf unserem Weg ein ganzes Stück weiter.

Wir sollten uns bedanken, dass wir ein Stück des Weges gemeinsam gegangen sind und nicht "nachtreten".
Die wenigsten Freundschaften und Beziehungen halten ein Leben lang. Und das ist auch gut so. Es treten neue Menschen in unser Leben von denen wir neues lernen können, oder die von uns lernen können. Wie spannend und schön ist das!
Lasst uns diesen Fluss genießen. Das Leben ist Veränderung und alles muss fließen...

Kein Grund gekränkt zu sein, also, und was anderes sagen diese Sprüche auf Facebook ja nicht aus. "Ich bin gekränkt, du solltest dich schlecht fühlen!"

Vielleicht können wir da einfach mal die Perspektive wechseln und nachdenken vorm nächsten ´klick`. :-)

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Sonntag, 3. November 2013
3 Wochen rauchfrei - Achterbahnfahrt
Gestern hätte ich beinahe einen Kegelbruder inhaliert, sonst geeedet....^^
Drei Mitglieder des Kegelclubs gehen raus zum rauchen und ich so ´nee, dat macht mir gaaar nix, ich bleib hier schön sitzen` .... aber wie das riiiiecht wenn die dann wieder reinkommen..... Maaaaan, maaan, man.....
Ich habe ihnen Mund-zu-Mund-Beatmung angeboten... wollten se nicht....

Später dann habe ich besagten Kegelbruder quasi angenagt. Es riecht schon irgendwie unangenehm, aber es riecht auch so schön nach - ich weiß nicht - nach vergangenen Zeiten? Keine Ahnung.

Aber bevor es gleich wieder mit der Zigarette auf der Terrasse endet, erst mal zur Lage der Nation.

Es wird immer einfacher. Nachdem ich mir ja drei Zigaretten lang die Chance gegeben habe, wieder zu rauchen, weiß ich nun, dass es nicht mehr schmeckt und meistens hilft mir das. (also, bis auf nach´m Kegeln, aber dazu später)

Ich genieße die eZigarette, versuche aber die Situationen zu ändern. Stehe also gleich nach dem Essen auf und beschäftige mich, etc. ... Ich will ja weg von der Gewohnheit und nicht nur die eine mit der anderen ersetzen.

Wenn ich andere rauchen sehe, bin ich nicht mehr ganz so "neidisch". Anfangs war es so, dass ich andere wirklich darum beneidet habe, dass sie einfach dastehen und rauchen. Jetzt erzähle ich mir immer, dass die die selben Ängste haben wie ich sie jeden Abend hatte. Ich hatte ja die letzten Wochen wirklich jeden Abend diese Gedanken beim Einschlafen. Wieder soviel geraucht heute, mein Herz schlägt zu schnell, die Lunge pfeift, ... Jeder Raucher kennt das, glaube ich.
Und das hab ich jetzt nicht mehr. Ich denke jetzt abends "Wow. Wieder ein Tag ohne Zigaretten." und ich mache mir bewusst, wie viel besser es meinem Körper jetzt schon geht. Und ich lese mir immer wieder durch, welche Risiken um wie viel Prozent sinken, desto länger ich nicht mehr rauche.

Alles gut also.
Und dann kommen doch ganz unvermittelt wieder Situationen, wo es mich kalt erwischt.
So wie beim Kegeln. Die drei kommen zurück vom Rauchen und ich denk nur: "Aaaaaaaaaaaalteeeeeer..." und schmachte quer über´n Tisch.
Und dann wieder gedanklich arbeiten: ich vergifte meinen Körper nicht mehr, ich brauch das nicht mehr, ich bin froh, dass ich das nicht mehr muss, mein Körper jubiliert, weil wir jetzt nicht geraucht haben....
Ok, Attacke abgewehrt. Der Geruch lässt nach und mein Drang damit auch.

Aber als wir dann am Tresen standen und der Kegelbruder vom Rauchen wieder rein kam und so diiiirekt neben mir stand.... Kraaaaaaaaasssssssss!

Dürfte ich vielleicht einatmen was du ausatmest?
Erschreck jetzt nicht, ich komm mal kurz ganz nah....
Schniiiiiiief.... Oh, man....
Ok, Contenance. Alles ist gut. Aaaaaatmeeeeeen.

Und dann ist es wieder überstanden.
Für den Rest des Abends denke ich wohl ab und zu ´so, jetzt würde ich eine rauchen`, aber es drängt nicht.
Und doch ist es wieder so, dass ich am Ende des Abends die Zigarette aus der Schachtel nehme und auf die Terrasse gehe.

Ich muss einfach wissen, ob es die Erlösung ist, die ich im Kopf habe.
Und nein, das ist es nicht. Ich habe zweimal an der Zigarette gezogen und wieder war es so, dass mir fast schlecht wird und dass es einfach gar nicht schmeckt. Gar nicht. So schlecht, dass ich sofort ein Kaugummi brauche, damit der Geschmack weggeht.

Und das war so ´unlecker`, dass ich heute erst um 14 Uhr irgendwas die eZigarette genommen habe....

So langsam glaube ich tatsächlich dass ich es schaffen kann. Nach 30 Raucherjahren (ja, auch die drei Schwangerschaften ohne Rauchstopp^^) sieht es jetzt wirklich gut aus. Wenn ich nicht dauernd so "fassungslos" darüber wäre, wäre ich schon einen Schritt weiter, glaube ich. Aber es macht mir immer noch ein bißchen Angst, dass ich anscheinend tatsächlich nicht mehr rauchen muss.
Die Nikotinabhängigkeit sollte überstanden sein nach 3 Wochen ohne. Jetzt geht es "nur" noch um die Gewohnheit.
Die eZigarette ist eine gute Krücke für die ersten Gehversuche. Ich freue mich aber schon darauf, bald ganz frei zu sein.

Und wie gehabt:
20 Tage x 20 Zigaretten = 400 Zigaretten NICHT geraucht. Ersparnis: 20 x 5 Euro = 100 Euro.
Gewonnene Lebenszeit:
400 Zigaretten x 10 Minuten = 4000 Minuten = etwa 67 Stunden . Ich hab also schon bald 3 Tage gewonnen! :-) Also sagen wir mal 2 ... weil ich ja allem Anschein nach immer mal zwischendurch an der Fluppe ziehen muss... :-))

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Freitag, 1. November 2013
Pierre Franckh: Wem ist damit gedient?
Damit es noch mehr Menschen lesen, kopiere ich hier ausnahmsweise einmal etwas in meinen blog.
Dieser Text ist nicht von mir, er ist von Pierre Franckh.
Empfehlung: Added ihn auf Facebook.
Seine Beiträge sind meistens wirklich gut.




Pierre Franckh



Wem ist damit gedient?

Wem dient es, wenn man Recht hat, einen Streit in die Länge zieht oder unfreundlich ist? Wem dient es, wenn man sich gegenseitig lieblos behandelt? Wem ist gedient, wenn man heimlich eine Affäre beginnt? Wem nützen die Dinge, die wir in der Partnerschaft tun oder manchmal ganz bewusst unterlassen?

„Und wem dient es?“
Diese Frage wurde mir vor vielen Jahren von einem guten Freund gestellt, als ich mich – übrigens vollkommen zu Recht! - beleidigt und betroffen zurückgezogen hatte. Aber diese kurze Frage hatte mich ebenso überrascht wie entwaffnet. Denn nach kurzem Überlegen konnte die Antwort nur lauten: Niemanden.

„Welchen Sinn hat es dann, an diesem Verhalten festzuhalten?“, war die zweite Frage, die er mir stellte. Als mir die Tragweite dieser Frage bewusst wurde, erkannte ich plötzlich die Sinnlosigkeit meines Handelns.

Oft tun wir Dinge in unserer Beziehung, die wir im Nachhinein selbst nicht mehr verstehen. Wir verweigern die Liebe, geben uns für lange Zeit unversöhnlich, schüren einen Streit, bis das Fass überläuft, nehmen Rache, suchen einen Ausgleich, blocken Gefühle ab, halten die Wahrheit zurück, betrügen, lügen und glauben, für alles einen guten Grund zu besitzen.

Aber spätestens bei der Frage „Wem ist damit gedient?“ verlieren all diese Scheingründe ihre Kraft. Gehen wir nämlich allein dieser Frage nach, stellen wir sehr schnell fest, dass es oft nur um die Befriedigung des Egos geht und niemals um die Kraft der Liebe oder der Stärkung der Partnerschaft.

Da mögen uns gewisse Reaktionen vielleicht kurzfristig ein gutes Gefühl verschaffen, aber bei genauerer Betrachtung werden wir erkennen, dass sie langfristig meist einen ziemlich großen Schaden anrichten. Bei fast allen Handlungen in der Partnerschaft, die dieser einen Frage nicht standhalten können, wird es uns sehr bald schlechter statt besser gehen. Wenn die Frage, „Wem dient es?“ nicht mit: „Beiden“ beantwortet werden kann, wird sich die Liebe ziemlich bald verflüchtigen.

Seit mein Freund damals diese Frage an mich gerichtet hat, begann ich jedenfalls immer öfter diese Frage als prüfende Instanz für all meine Handlungen einzusetzen. Immer wenn ich etwas für oder gegen die Beziehung tat, fragte ich mich für einen kurzen Moment innehaltend: „Wem ist damit gedient?“

Das Zusammenleben mit meiner Familie hat sich dadurch völlig verändert und lässt mich glücklicher, liebevoller und vor allem erfüllter leben.
Vielleicht stehen wir sogar im Recht. Vielleicht gibt es tausend Gründe, so und nicht anders zu handeln. Aber wem gedient?

Wenn es nur einen Gewinner gibt, gibt es bald zwei Verlierer.

Stell dir deswegen so oft es geht diese beiden Fragen:
Wem ist damit gedient?
Und welchen Sinn hat es, an diesem Verhalten festzuhalten?

Text: Pierre Franckh

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Dienstag, 29. Oktober 2013
Rückfall mit erstaunlicher Einsicht
Ja! Ich bin rückfällig geworden! Für ungefähr 5 Minuten...

Sonntag hatten wir ein wunderschönes Treffen mit Freunden. Es gab Essen, es wurde gespielt, jaaaaa, so´n bisken Ramazotti gabet auch... und ich, bor, ich hab dann schon immer mal wieder gedacht: "Darf ich jetzt mal BITTE endlich eine rauchen?"

Doch, das ist schon angenehm wenn man den Abend nicht in einer dichtgequalmten Hütte verbringt, aber trotzdem vermiss ich es wenn man so zusammen sitzt.

Ich hab dann zwischendurch mal an meiner eZigarette gezogen...^^ Oder auch genuckelt....^^ :-) (jaaa, maaaaaaannnnn.... :-) )

So. Und dann sind wir nach Hause gegangen und ich hatte ein bißchen Ramazotti getrunken und überhaupt hab ich jetzt schon soo lange Sehnsucht nach einer Zigarette und ich weiß genau, dass die Schachtel da in der Schublade liegt, und... ja. So.

Also ist es passiert. Eine Zigarette aus der Schachtel (haaaaach , allein DIESES Gefühl schon! Nach 13 Tagen endlich mal wieder dieses... na ja^^)
Das Feuerzeug aus der Schublade und ab nach hinten in den Garten, unter´s Dach.
Ohne jede weitere Überlegung - Zigarette in den Mund, anzünden und .....
nee, nix und "lecker"...
ätzend schmeckt dat.

°.°

???

Wat is hier los?

Ich zieh nochmal dran und ... ne. Kacke, kannste vergessen. Es schmeckt einfach nicht.

Zurück zur Terrasse, Zigarette im Sturmaschenbecher zerdrücken und wieder rein.
Drinnen dann - äääähm. Was war das denn jetzt?
Das gibt´s doch nicht!

Aaaaalso - zweite Zigarette aus der Schachtel (hihihihihiiiiiii, ich könnt mich darüber beömmeln! man muss ja dabei bedenken, ich hatte ein paar Ramazotti auf.... Also das mal so zu meiner Entschuldigung^^)
Ok, also wie gesagt, zweite Zigarette aus der Schachtel, Feuerzeug wieder aus der Schublade - alles nochmal. Hinten dann der ersehnte Zug am Glimmstengel und..... näääääääää! Vergisset. Et schmeckt nich.... Sturmaschenbecher, und tschüss.

Ok, ich geh in´ s Bett. Dat brauch ich nich hier.

Alles abschließen, Hunden Gute Nacht sagen....
Alter, ne, das GIIIIIBT ES DOCH GAR NICHT!!!!

Ne, ab zur Schublade - die dritte Zigarette aus der Schachtel! ( hihihihihihihihiiiiiiiii!!!! Dat glaubt mir doch KEINER , oder???)

Ja, war aber so. Also ab nach hinten und die dritte angesteckt. Und dieses mal war es.... noch schlimmer. Jetzt wurde mir fast schlecht.
Es schmeckt so ekelhaft. Ich konnte und kann es nicht fassen. Es macht mich fast traurig, aber ich hab tatsächlich den Geschmack an der Zigarette verloren. 30 Jahre lang hab ich mit Genuss geraucht, hab die Zigaretten wirklich gemocht! Und jetzt das... Ich fass es nicht.
So steh ich also nachts um zwei da hinten unterm Dach und zieh nochmal dran, weil ich es nicht begreifen kann.
Ich mach mir ganz bewusst wie es schmeckt und kann nur immer eins denken. "Bah!" Ganz ehrlich.

Und ebenfalls ganz ehrlich - ich konnte nicht schnell genug nach oben kommen um mir die Zähne zu putzen. Weil es einfach ätzend schmeckt. Isso.

Ich weiß, dass mir das jetzt keiner glaubt, aber es ist wirklich so. Jetzt ist es so. Keine Ahnung was in einem Jahr ist, aber jetzt ist es so.
Das wonach ich mich hier die ganze Zeit verzehre schmeckt einfach zum kotzen.
Also, ich spar mir das.
Apropos sparen. Heute sind es 15 Tage. 15 mal 5 Euro sind 75 Euro.^^ Nicht schlecht, oder?
wie gehabt - 15 Tage mal 20 Zigaretten = 300 Zigaretten (NICHT geraucht!) - macht also gewonnene Lebenszeit: 300 mal 10 Minuten = 3000 Minuten = 50 Stunden = 2 Tage und Nächte (und 2 Stunden zum Rauchen :-) )

Klar, war ich schwach in der Nacht. Aber es war gut so. Ich weiß jetzt, dass es das wonach ich mich so verzehre gar nicht mehr gibt. Der Geschmack, der Genuss, den ich hatte, den gibt es für mich nicht mehr. Das weiß ich jetzt. Ich kann also die Traurigkeit die mich seit meinem Besuch bei der Frau Doktor begleitet, jetzt gehen lassen.

Ich genieße die eZigarette. Schmeckt mit dem neuen Liquid ein bißchen nach Frucht und weiterhin NULL!! Nikotin. Ich bin sicher, dass ich mir auch das irgendwann abgewöhnen kann. Aber im Moment beruhigt es mich noch. Immer schön einen Schritt nach dem anderen....
Hauptsache die Richtung stimmt! :-)

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Montag, 21. Oktober 2013
Eine Woche rauchfrei
"...ja, da kannste mich belächeln bis du ohnmächtig wirst... mir hilft dat!" Ich hab mich eeeendlich an meine Engel erinnert und dat lass ich mir doch hier nich`vermiesen jetzt!

Heute vor einer Woche um 15.30 Uhr hab ich meine letzte Zigarette geraucht und es liegt eine turbulente, erstaunliche und anstrengende Woche hinter mir.

Kann man eigentlich dehydrieren weil man zuviel weint?

Die ersten beiden Tage waren nicht sooo schlecht. Ich war ja Montag einfach platt, weil die Frau Doktor mit ihrem Gespräch und dem Lasern anscheinend ein Wunder vollbracht hat. Ich wollte nicht rauchen!
Ich hatte also körperlich kein Verlangen nach einer Zigarette! Wow! Das muss man ja als eingefleischte Raucherin erst einmal begreifen.

Und nachdem ich es begriffen hatte, fiel ich in tiefe Trauer.
Ja. ^^ Ich hab´s auch nicht verstanden, war aber so.

Ich denke, man könnte das schon als Depression bezeichnen.

Ich war tieftraurig, eben weil ich es anscheinend schaffe, nicht zu rauchen.

Alle Nichtraucher halten jetzt Schilder mit Fragezeichen hoch und schütteln verständnislos den Kopf. Aber ihr Raucher - ihr wisst was ich meine, oder?

Es ist ein Teil von mir der da gerade weggesprengt wird. Ich BIN Raucherin. Es ist nicht so, dass ich einfach nur rauche, ich BIN Raucherin. Seit 30 Jahren.
Ich kann mich nicht erinnern, nicht Raucherin gewesen zu sein. Es gehört zu mir, ist Teil meines Seins.
Und diese tiefe Trauer die jetzt aufkam, war immer begleitet von dem Gedanken "ich darf nicht mehr rauchen". Blödsinn eigentlich. Ich bin erwachsen und wenn ich rauchen will, rauche ich. Aber durch das Lasern und das Gespräch mit Frau Doktor, kam dieses "hör auf!" irgendwie von innen.

Und das ist das Problem. Von aussen hätte ich das niemals akzeptiert. Von niemandem.

Aber wie sollte ich jetzt damit umgehen? Ich vermisse die Zigarette, ich vermisse das Rauchen. Und doch hindert mich aus mir selbst heraus etwas daran, einfach eine zu rauchen.

Mich hat das alles sehr überfordert und ich habe wirklich sehr viel geweint. Von Gefühlen aus jeder Schublade begleitet. Mal war ich wirklich einfach nur total traurig, dann so sehnsüchtig, dann wütend.
So hin und hergerissen zwischen dem Erstaunen und ja, auch der Freude darüber, dass es anscheinend klappt; und der Angst das loszulassen.

Soooo.... und dann kommt ja was kommen muss. Der Körper reagiert. Auf soviel Gefühlchaos MUSS eine Reaktion kommen.
Schmerzhaft könnte man sagen. Am Ende des Rückens.^^

Sehr lustig ist ja, dass hier... "Mrs. Spirituell" ^^ meint, das alles OHNE irgendeine Hilfe aus der Geistigen Welt machen zu müssen. Ich hab also auch jetzt nicht meine Engel um Hilfe gebeten, sondern bin zur notdiensthabenden Apotheke gefahren.

Iiiiiiiiirgendwann, als ich mich vor Schmerzen kaum noch rühren konnte, hab ich mich dann zurückgezogen und mich eeeeendlich auf das Besonnen, was ich anderen erzähle (jaaaa,jaaaaa :-) ) und woran ich glaube. In der Geistheilung steht ein schmerzender verlängerter Rücken - passt auf, ist echt der Hammer - (ich hab´s nachgeschlagen - hat man ja nicht so oft wie Erkältung und Magenschmerzen^^ ;-) ) also, das steht für:

´Wut auf das, was du nicht loslassen willst.`
Bingo.

Das ist der Kernsatz. Da steht noch mehr, unter anderem "Angst vor dem Tödlichen" (was ja auch trifft. Warum hört man auf zu rauchen? Aus Angst vor den ganzen Krankheiten, die dem Rauchen zugeschrieben werden. Also, ich jedenfalls.)

Wut auf die Vergangenheit (klar, wär ich mit 15 nicht so dämlich gewesen, hätte ich jetzt das Problem nicht^^) und "Furcht, loszulassen". Ja gut, das bedarf wohl keiner weiteren Erklärung.

Es ist nicht leicht sich klar zu machen, dass man körperliche Reaktionen selbst herbei führt. Aber es hilft. Und ich kann euch sagen, dass Verbinden mit den Engeln hilft! Wenn ihr gerade in einer schwierigen Situation steckt - zieht euch zurück und bittet die Engel um Hilfe. Besonders euer Schutzengel wartet nur darauf. Ich habe gelernt, dass Engel nur dann eingreifen dürfen, wenn wir sie um Hilfe bitten. (Wegen unserem freien Willen und so.... Ausser unser Leben ist ausserplanmäßig in Gefahr, dann dürfen sie ungefragt. :-) )
Ihr werdet sofort spüren, dass ihr nicht alleine seid, dass ihr Beistand habt. Das gibt Kraft. Ich fühle mich viel besser, meine Schwingung ist wieder höher und die körperlichen Beschwerden gehen merklich zurück.

Wendet euch an euren Schutzengel. Ihr müsst es ja niemanden erzählen. :-)

Ausserdem bin ich mir ein Stückchen entgegen gekommen, indem ich die eZigarette endlich ausgepackt habe.
Neee, Liquid OHNE Nikotin, das wäre ja schön dumm, nach einer Woche...
Aber mich tröstet das Wasserdampf ein- und ausatmen ein bißchen.
Riecht nach nix, schmeckt nach nix, enthält keine süchtig machenden Stoffe.
Vielleicht ein Tipp für alle, die das Rauchen aufgeben wollen. Das hilft wirklich. Und diese Liquide gibt es ja auch mit Nikotin. Sogar in verschieden Stärken, so dass man also theoretisch immer weniger Nikotin nehmen könnte, bis -null-.
Ich bin bei null und mir hilft einfach das Ziehen an der eZigarette in dieser Entwöhnungsphase.

~~~

Ich habe gelesen, dass jede Zigarette das Leben
(öhm.... hier ist gerade von der Terrasse aus eine Meise in die Küche geflogen, hat sich auf den Hundenapf gesetzt, geguckt, gefiept und ist wieder raus.... nur kurz nebenbei erwähnt :-) )

Also, ich habe gelesen, dass jede Zigarette das Leben um 10 Minuten verkürzt.
Wenn ich also den Montag nicht mitrechne, weil ich da ja noch bis halb vier geraucht habe, dann sind das mit heute 8 Tage. Sagen wir mal, ich habe etwa 20 Zigaretten pro Tag geraucht. 8 mal 20 = 160.
Sind also 160 Zigaretten die ich EBEN NICHT geraucht habe. 160 mal 10 = 1600.
1600 Minuten ergeben rund 27 Stunden. Dat is doch schon mal wat! Einen kompletten Tag Lebenszeit gewonnen und noch 3 Stunden extra! Ich möchte bitte Bescheid bekommen, wann die 3 extra Stunden beginnen.. die möchte ich rauchend verbringen.... :-))

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Montag, 14. Oktober 2013
Endlich Nichtraucher! Hoffentlich, vielleicht, eventuell...
Nein, ich hab keine Angst... Ich bin in PANIK! Seit 30 Jahren quartze ich schön vor mich hin und das soll sich ab heute ändern. Um 16.00 Uhr Termin bei einer Frau Doktor, die sich darauf spezialisiert hat. Auf Empfehlung einer lieben Bekannten die auf diese Art vor neun Jahren das Laster aufgegeben hat.

Ich weiß dass man für Sätze wie: Ich rauche gern. Ich genieße die Zigarette. belächelt wird, aber so ist es nun einmal. Für mich gibt es nix Schöneres als die erste Zigarette morgens beim Kaffee, oder nach dem Hundespaziergang beim Cappucchino, oder abends bei einem Glas Wein. Dass man jetzt dauernd draussen stehen muss zum rauchen macht mir gar nix, genieß ich eben die frische Luft. (^^)

Und mir ist das auch nicht peinlich bei Feiern oder sonstigen Gelegenheiten mal kurz nach draussen zu gehen. Ich bin Raucherin und basta!

Solche Aussagen wie: Die Zigarette bestimmt doch dein Leben. Nervt es dich nicht, diese Sucht bedienen zu MÜSSEN?
Nee, nervt mich nicht und ja, es bestimmt zu einem gewissen Teil mein Leben. Es gibt schlimmeres. Immmerhin torkelt man nicht rum und redet keinen Blödsinn, wenn man zuviel raucht.

Wenn ich hör: Wenn Zigaretten noch teurer werden, höre ich sofort auf! kann ich nur lächeln; ich würde auch 10 Euro für eine Schachtel bezahlen.
Und nein, ich finde das nicht irgendwie traurig. Ich bin süchtig und ´Gott sei Dank` nur nach Zigaretten! So.

Moment, ich steck mir grad mal eine an...
Ich find´s gemütlich, bekömmlich, lecker. Und jetzt, zum Kaffee, ein unbedingtes Muss. Nö, dass das stinkt find ich nicht. Kalte Asche, jaaaa, aber der Qualm? Ne. Ich rauch gerne. Punkt.

Und dann kommt doch irgendwann der Moment, wo ich merke, dass mein Körper nicht so ganz so gerne raucht wie ich.^^
Wenn ich eine geraucht habe, schlägt mein Herz schneller. Deutlich spürbar. Wenn ich geraucht habe und gleich darauf die Treppen bis hoch unter´s Dach raufgehe, bin ich kaputt. Vollkommen ausser Atem und mir schlägt das Herz buchstäblich bis zum Hals.

Wenn ich mit meiner nicht rauchenden 72jährigen Mutter spazieren gehe und es geht bergauf, unterhält sie sich weiter... ich hör dann mal lieber nur zu, weil ich keine Luft habe.
Nach feuchtfröhlichen Abenden (an denen der geneigte Raucher mehr raucht als gewöhnlich), habe ich Halsschmerzen. So einen Druck im Hals, ein ungutes Gefühl halt.
Sowieso ist es abends immer mein Einschlafthema. Ich spüre im ganzen Körper, dass ich Raucherin bin und dass mein Körper das nicht möchte.

Wenn ich mir bewusst mache, wie viele Ängste ich mit mir rumschleppe aufgrund der Tatsache, dass ich rauche... wundere ich mich schon sehr, dass ich nicht längst aufgehört habe.
Süchtig eben. Abhängig. Unfrei. Neeeeerv!

Ich habe im Laufe der Jahre gelernt, mir alles schön zu reden - bis auf die Krankheiten, die man dem Rauchen zuschreibt. Damit habe ich ernsthafte Probleme.
Es ist wie mit dem Ramazotti, den ich so lecker find.
Es ist sooo schade, dass da Alkohol drin ist. :-)
So finde ich es auch echt schade, dass Rauchen so ungesund ist.

Man könnte jetzt auf die Tabakindustrie schimpfen, weil die ja nachweislich süchtig machende Stoffe in den Tabak mischen. Aber das ist mir nun wieder zu einfach. Man kann auch nach Weingummi süchtig sein (ich glaub das war ich auch eine Zeitlang. Hab ich mir aber erfolgreich abgewöhnt. Yeah! :-) ), oder Computersucht - was ist damit? Nee, ich glaub nicht, dass wir Menschen irgendwelche süchtig machenden Stoffe brauchen um abhängig zu werden.

Sowieso sehe ich meine Abhängigkeit weniger körperlich, als vielmehr im Kopf! Es ist einfach eine blöde, ungesunde, teure aber soo liebgewonnene Gewohnheit für mich. Ich kann gut verstehen, dass Kinder in Panik geraten, wenn man ihnen plötzlich den Schnuller wegnimmt. Ja, wegen den Zähnen, sonst stehen die später nach vorne....^^ was interessieren mich meine Zähne von Morgen....
Aber wenn dann Morgen ist, ist kacke. Hätte ich mal...

Und so geht es mir mit dem Rauchen. Klar, finde ich Raucherbeine schlimm und Arterienverkalkung ist zu vermeiden. Dass der Nachbar mit 45 (auch mein Alter) einen Herzinfarkt hatte und sie ihm eindeutig sagen, dass es am Rauchen lag, macht mir Angst.
Der Nachbar von Bekannten ist noch jünger und erholt sich grad in der Reha von seinem Gehirnschlag. Klar ist der Raucher, keine Frage.

Um mich zu trösten schaue ich dann in die andere Richtung - Helmut Schmidt vielleicht???
Aber das haben die beiden eben erwähnten wahrscheinlich auch gemacht. Bis es dann passiert ist.

Ich dachte ja, dass der Tod meines Vaters etwas ändern würde. Die letzten Jahre ging es ihm schlecht. Er bekam kaum noch Luft, hustete dauernd und ich sah ihn oft irgendetwas ins Taschentuch befördern nach dem Husten. Mit 70 bekam er einen Gehirnschlag und quasi komplett gelähmt im Krankenhaus auch gleich die Lungenkrebs Diagnose. Zwei Monate nach seinem 71. Geburtstag ist er dann gestorben. Nachdem er elendig gelitten hat übrigens.

Das alles miterlebt, habe ich beschlossen - das will ich nicht! Aber dann war doch alles so traurig und anstrengend, dass ich gerade in dieser Zeit rauchen MUSSTE. Und das war es dann mit dem "Ich hör auf."

Das ist inzwischen vier Jahre her. Vier Jahre in denen meine Kinder immer wieder sagen "Mama, du wolltest doch aufhören." und ich nix antworten kann.

Aber nun ist ja heute der tag der Tage. (und da kommt schon wieder so ein Panikgefühl in mir hoch)
Kann man das als Nichtraucher verstehen? Ne. Wahrscheinlich nicht. Nichtraucher verstehen das alles nicht, glaube ich. Sie kennen dieses Gefühl nicht (die Glücklichen). Ich habe gerade das Gefühl meinen besten Freund zu verlieren. Ja ja, mein VERSTAND weiß auch, dass nichts weiter entfernt von einem Freund ist, als das Rauchen. Aber das GEFÜHL ist eben so. Ich soll heute etwas aufgeben, was ich so gerne tu. Was einfach seit meinem 16. Lebensjahr zu mir gehört. Was ich mir eigentlich gar nicht wegdenken kann.

Aber es ist eben auch das, was mir schadet und mich krank macht. Meinen Körper schwächt und mich beeinträchtigt. Ja, und teuer isset auch noch.^^

Also gehen wir´s an. (Affirmationen) Ich möchte heute die LETZTE Zigarette meines Lebens rauchen (wieso - fall ich heute tot um? :-) ) - nein - ich WERDE heute die letzte Zigarette rauchen und nie mehr an so einem Glimmstengel ziehen.

Ich FREUE mich auf ein Leben ohne Zigaretten (NEIN!!! Tu ich nicht! Ich hab PANIIIIK!!) - nein - ich FREUE mich sehr auf ein freies, unabhängiges Leben ohne Zigaretten.

Ich halte euch auf dem Laufenden. Und schön positive Energie schicken, heute um 16.00 Uhr. ;-) Bitte. :-)

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Sonntag, 13. Oktober 2013
The Silent Steps - Band mit Ausstrahlung
Es ist nicht das Gloria Theater in Köln, aber es ist ein toller Ort um handgemachte Livemusik zu genießen. Die Kulturrampe in Krefeld. Wie ich jetzt weiß, finden dort regelmäßig Konzertabende statt. Ich war sicher nicht zum letzten mal dort.

Gestern Abend haben "The Silent Steps" ihre zweite CD dort vorgestellt. Nach ihrem Debütalbum 2010 "Across the water" jetzt "The Traveller".

Feine Musik, schöner Sound und Texte mit Aussage. Leise Töne, sanft und gänsehautverdächtig, ebenso kraftvolle Stücke mit einer deutlich spürbaren Dynamik die einfach mitreißt.

Diese Dynamik hat eine unglaubliche Energie. Es beginnt sanft und wird kraftvoller, es beginnt leise und wird lauter, es beginnt langsam und wird schneller... Alle Bandmitglieder tragen diese Entwicklung, ob mit der Stimme oder dem Instrument. Es erhöht sich der Druck und wenn man die Hände empfangend öffnet (jahaaaa...klar, hat es was spirituelles. Isso! ;-) ), ist es fühlbar, spürbar, erlebbar. Es ist quasi ein Spiel mit der Energie.

Ich weiß gar nicht, ob den Steps das so bewußt ist. Müsste man glatt mal nachfragen... :-)

Die Steps sind Bernd, Katrin, Michael und Jörg.
Aus dem Raum Krefeld kommend, sind sie auch meist in dieser Gegend zu sehen und vor allem zu hören.

Bernd als Gründer der Steps ist auch der Leadsänger. Klare, schöne Stimme, besonders wenn er "aufmacht" sehr kraftvoll. Katrin gibt mit ihrer Querflöte den Songs eine besondere Stimmung und begleitet Bernd mit ihrer schönen, sanften Stimme. Nicht nur ich wünsche mir Soloeinsätze von ihr... vielleicht auf der 3. CD. :-)

Michael´s Stimme ist ab und zu solo zu hören und dann sehr berührend. Sanft und weich, friedvoll irgendwie. Er spielt ebenso wie Bernd Gitarre und schreibt die Texte der Songs, während Bernd die Musik kreiert.

Am Schlagzeug Jörg, der natürlich maßgeblich zu dieser oben angesprochenen Dynamik beiträgt.

Nach dem gestrigen Abend wünsche ich mir mehr solche Clubkonzerte von den Steps und werde euch berichten wann und wo.

Zum Kennenlernen empfehle ich die Soundcloud

https://soundcloud.com/the-silent-steps/sets

und natürlich www.thesilentsteps.de

auf Facebook gibt es sie ebenfalls.


Wenn ihr die Songs anhört, schließt die Augen. Schließt die Augen, laßt euch von der Flöte davontragen und von den Stimmen einfangen.

Öffnet die Hände und spürt die Energie.
Fühlt die Dynamik.
Laßt euch mitreißen und dann sanft wieder landen.

Laßt euch ein auf das Gefühl. Es lohnt sich.

:-)

Tadaaaaa!! Und hier ist sie, die Ankündigung:
Weihnachtskonzert am 20.12.2013
in Krefeld-Hüls

weitere Informationen auf www.thesilentsteps.de

The Traveller - Titelsong der neuen CD - guckst du :-)

http://www.youtube.com/watch?v=LkAaU9w8o7g&feature=share



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Montag, 2. September 2013
Buchempfehlung: Neale Donald Walsch über Veränderungen
Das Buch ist eine Revolution für mich! Weil es aufzeigt wie kleingeistig wir im wahrsten Sinne des Wortes die meiste Zeit durch´s Leben gehen, muss man den Geist öffnen, um es lesen zu können. Deshalb ist es auch nicht leicht zu lesen - weil man eben nicht immer in der Lage ist, seinen Geist zu öffnen.

Ich kann keine Kurzfassung von diesem Buch geben, weil es einfach zu viele Themen wären. Für mich in diesem Augenblick das wichtigste Fazit: wir können nicht stehen bleiben. Unsere Seele wird immer für Bewegung sorgen, damit wir uns weiter entwickeln, lernen. Das heißt: es werden immer wieder neue Situationen geschaffen, neue Menschen in unser Leben kommen, Herausforderungen gestellt - weil wir genau das brauchen! Auch wenn unser Geist (Hirn?) oft damit nicht zurecht kommt, ist es genau das, was wir jetzt gerade brauchen. Aus Sicht der Seele. Und darum geht´s.

Wenn eine Beziehung zu Ende geht, dann weil es für beide Seiten an der Zeit war.
Wenn dann neue Menschen in unser Leben treten (und das tun sie!), dann weil es für beide Seiten an der Zeit ist. Hier können wir wieder neues lernen, neues erfahren, uns VERÄNDERN, also entwickeln.

Wenn´s im Job nicht läuft, dann sollen wir uns verändern. Neues anfangen, neue Erfahrungen machen. Weil wir uns aber meist nicht trauen, läuft´s schlechter und schlechter, bis es zur Kündigung kommt. Dann MÜSSEN wir uns ja zwangsläufig verändern. Hätten wir einfacher haben können.

Ich empfehle dieses Buch aus tiefstem Herzen. Es öffnet den Geist, verbindet mit der Seele und ändert die Sichtweise auf unser Leben.
Weniger Drama, mehr staunen und freudige Erwartung.

Traut euch ran!

~~~~~~~~~~~~~~
Neale Donald Welsch
Wenn sich alles verändert, verändere alles
~~~~~~~~~~~~~~


Vor allem wenn ihr gerade in Schwierigkeiten steckt, oder Dinge geschehen, die ihr nicht akzeptieren könnt/wollt. Es wird eure Sichtweise ändern und dem Ganzen das Drama nehmen. Versprochen! :-)

Weniger Verbitterung, Zorn, Trauer, Angst.
Mehr Staunen, Freude, Erwartung, Zuversicht.

Es wirkt! :-)

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Donnerstag, 23. Mai 2013
Sirene vom Krankenwagen - Einsatz für die Angst^^
Nee, ich kann dat nich´ gut haben... Meine Hunde und ich genießen den regnerischen Waldspaziergang, aber dieses intensive Sirenengeheule ist nicht zu ignorieren.
Für einen Moment denke ich, dass das ja eigentlich nicht sooo laut sein müsste, dass man es kilometerweit hört... aber das scheint mir egoistisch, also verwerfe ich den Gedanken wieder...

Mein Verstand tanzt wieder Salsa. Dieses Geräusch löst eine ganze Lawine an Gedanken aus.
Natürlich inklusive Bildmaterial.
Sofort sind Erinnerungen parat - ich sehe wieder wie unser Sohn Marvin mit dem Krankenwagen nach Bremen gebracht wird und fühle die Trauer. Ich erinnere mich an den Schock, als der Anruf kam - unser Sohn Steffen hat eine Platzwunde am Kopf, der Krankenwagen ist unterwegs. Der Schock als unser Sohn Kevin mit dem Kopf an den Torpfosten geknallt ist - Krankenwagen. Die peinliche Erinnerung selber umgefallen zu sein, während einer Weihnachtsfeier...
Mein Vater - Schlaganfall - Krankenwagen. Trauer.

Wow. Ich bremse mich, bzw. meinen meinen Verstand. Ob es irgendjemandem auch so geht?
Entfernt eine Sirene vom Krankenwagen und zack - läuft ein Film ab. Ich rede mir also ein, dass bestimmt nur jemandem schlecht geworden ist und alles gut geht.

Aber der Spaziergang ist dahin. Ich kann mich nicht mehr auf die Hunde konzentrieren, die natürlich keinerlei Problem haben und sich weiter an den Amseln und Eichhörnchen erfreuen.
Ich komme ins Grübeln und kann förmlich merken, wie mein Energielevel sinkt.

Gestern der Anruf, unser 22jähriger Sohn hat einen Bandscheibenvorfall. Weit fortgeschritten, man muss schaun was man machen kann.
Ein älteres Familienmitglied hat Athritis in der Wirbelsäule und nur Schmerzen.
Gespräche auf der Arbeit über den an Lungenkrebs erkrankten Vater der einen, über den an Knochenkrebs erkrankten Vater der anderen.
Plötzliche Todesfälle machen mir nicht so zu schaffen wie Unfälle und schwere Krankheiten, fällt mir auf.

Wahrscheinlich weil ich unbewusst denke - wenn ich tot bin, bin ich tot. Aber leiden will ich nicht.
Natürlich entspringen all diese Gedanken der Angst.
Angst einen geliebten Menschen leiden zu sehen, Angst einen geliebten Menschen zu verlieren, Angst selber krank zu werden, leiden zu müssen.

Später erfuhr ich, dass ein Kind angefahren wurde, deshalb war der Krankenwagen unterwegs. Nun ist mein Energielevel entgültig auf null.

Unser 15jähriger ist seit einiger Zeit Verkehrsteilnehmer mit Roller und ich bin jedesmal in Sorge, bis er wieder zu Hause ist.

Nun stehe ich vor der Aufgabe mein Gefühl wieder ins Lot zu bringen, meine Energie zu erhöhen, die Stimmung zu heben.
Wie komme ich da wieder raus?

Ich glaube das kennen wir alle. Von allen Seiten kommt irgendwas Negatives. Auf einmal hat man das Gefühl, egal wohin ich mich drehe - alles doof.
Sorgen und Ängste überall. Ich fühl mich schlecht.

Nun schmeißen wir den Diesel an: ich fühl mich schlecht. Das war ja schon mal eine Aussage. Warum? Weil ich Angst habe.
Ok, da ist sie wieder. Die Angst.
Meine Entscheidung ist jetzt, wie ich damit umgehe.

Ich habe Angst und das ist ok. Angst dass einem geliebten Menschen etwas Schlimmes passiert, oder mir selber. Für einen Augenblick gehe ich jetzt voll und ganz in dieser Angst auf. Ich gehe so richtig in dieses Gefühl rein. Bis mir fast schlecht wird und mein Herz schneller schlägt. Angst fühlen. Sie ist ja da.

Sehr lange kann man dieses Angst-fühlen nicht aufrecht erhalten. Probieren Sie´s aus. Sie kommen von selber wieder aus diesem intensiv-Angst-fühlen heraus. Immer.
Und jetzt an die andere große Energie denken - die Liebe. Und weil wir Menschen die meiste Angst haben, wenn wir uns machtlos fühlen, also glauben, nichts tun zu können, werden wir jetzt aktiv.
Liebe senden. Klingt blöd, weiß ich, aber es hilft.

Ich schicke aus meinem Herzen Liebe an das Kind das angefahren wurde und seine Eltern.
Ich schicke Liebe an meinen 22jährigen Sohn.
Ich schicke Liebe an unser Familienmitglied mit Athritis. Ich sende Liebe an die beiden kranken Väter. So geht es immer weiter. Ich bleibe so lange dabei, bis ich irgendwann bei der ganzen Welt angekommen bin. Ich sende Liebe hinaus in die Welt.

Und das fühlt sich gut an. Ich kann etwas tun. Immer wenn ich höre, dass jemand krank ist, dass etwas passiert ist, kann ich was tun. Ich kann Liebe senden.
Ich kann an diesen Menschen von dem höre kurz denken und ihm Liebe und Heilung senden/wünschen.

Nein, ich weiß nicht, ob derjenige das merkt.^^
Aber schaden wird´s ihm sicher nicht und mir tut es gut. Mit dem Gefühl der Liebe kommt Vertrauen und Mut auf. Daraus wächst dann wieder die Freude am Leben. Angst ist ok, aber bringt uns nicht weiter. Aber sie verdrängen auch nicht. Also annehmen und durchfühlen. Dann der Liebe zuwenden und das Herz wieder öffnen. Dann ist der Weg wieder frei für Vertrauen, Kraft, Mut und Freude. :-)

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Dienstag, 21. Mai 2013
Erkältung und Halsschmerzen - die Seele klopft an
"Das ist richtiges Erkältungswetter!" Ok, danke, Saat ist im Boden, abwarten ob sie angeht...
Sätze wie dieser sind wie Unkraut. Sie verbreiten sich und man kann kaum etwas dagegen tun.
Der Glaube an "Erkältungswetter" (das gibt es gar nicht!) macht es möglich, dass jedes Jahr eine Welle über uns hereinbricht. Und es gibt ja genug Mitmenschen, die ihre Aufgabe darin sehen, auch uns daran teilhaben zu lassen.

Einer der Gründe für eine Erkältung ist tatsächlich der Glaube daran. Der Glaube daran, einmal im Jahr eine Erkältung sowieso zu bekommen. Der Glaube daran, wenn alle um mich herum erkältet sind, bekomme ich das auch. Logisch.

Wenn zu mir jemand so einen Unkrautsatz sagt, ´denke ich sofort dagegen`. Meine wirksamste Affirmation (dauerhaft zu wiederholender Glaubenssatz) ist: Ich bin und bleibe gesund! Ich bin und bleibe gesund! Und dabei versuche ich ein freudiges Dankbarkeitsgefühl zu empfinden, dafür, dass ich gesund bin und bleibe.

Wenn ich an meiner Kasse sitze auf der Arbeit, sitze ich genau in Hust - und Ausatemhöhe der Kunden. Und es gibt wirklich, wirklich viele, viele Menschen, die so gaaar keine Probleme haben, uns armen Kassiererinnen mitten ins Gesicht zu husten. Es wird auch gerne so seufzend die bakterielle Luft ausgeatmet, völlig ungeachtet dessen, dass da eine Kassiererin direkt im Luftkanal sitzt.

Abgesehen davon, dass ich dann echt innerlich den Kopf schüttel und stinksauer bin, baue ich gedanklich eine Lichtwand auf.
Jaa, das ist spirituell - aber es hilft!
Gedanklich eine Lichtwand von glänzendem, vielleicht goldenem Licht zwischen dem Menschen und mir. Völlig undurchdringlich. Wenn es ganz schnell gehen muss, mache ich sogar die dazu passende Handbewegung. ^^

Wenn ich in Fernsehen, Radio, Zeitung oder Internet genötigt werde mir anzuhören, dass eine Erkältungswelle unterwegs ist, sag ich laut im Gedanken zu mir: Aber ohne mich! Ich bin und bleibe gesund! Und versuche ebenfalls wieder diese freudige Dankbarkeit dafür aufkommen zu lassen und zu fühlen. Das Fühlen ist dabei ganz wichtig.

Ein weiterer Grund für Erkältung kommt aus uns selber, hat also nichts mit äusseren Einflüssen zu tun.

Überforderung, Verwirrung, Chaos im Kopf.
Wenn man eigentlich nicht mehr kann, müde und erschöpft ist, wenn alles eigentlich grad mal zuviel ist, wenn 1000 Gedanken im Kopf schwirren und keine Lösung, keine Ordnung in Sicht ist... dann sagt der Körper - ok, du kommst jetzt mal zur Ruhe und bleibst im Bett. Erkältung schadet nicht wirklich, aber bremst dich mal einen Augenblick. Zack - krank.

Verhindern kann man das nur, indem man frühzeitig bemerkt was los ist. Wir ignorieren ja gerne, dass wir erschöpft, müde, ausgepowert sind. Weil wir immer noch irgendwas "müssen", anstatt uns mal einen befreienden Spaziergang zu gönnen, oder einfach mal dazusitzen. Schon Astrid Lindgren hat gesagt: "Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach mal dazusitzen und vor sich hinzuschauen." Recht hat sie. Das ist wichtiger als wir denken.
Wenn wir aus unserem Hamsterrad nicht mal aussteigen für ein paar Augenblicke, obwohl der Körper Erschöpfung anzeigt, muss halt der nächste Schritt folgen und da ist Erkältung ja noch ein echt sanfter weg.

Achtsamkeit ist das Zauberwort. Gehen wir achtsam mit uns um, nehmen wir Anzeichen wahr. Wir nehmen wahr, dass unser Körper mit uns spricht. Dass er uns warnt. Wenn wir achtsam sind und auf sanfte Zeichen reagieren, uns fragen, was los ist, was wir ändern müssen/können, dann können wir viele Krankheiten verhindern.

Was Halsschmerzen bedeuten ist ja recht eindeutig. Was steckt da fest? Was sagen wir nicht? Meistens sind es kritische oder auch wütende Worte, die wir uns nicht erlauben auszusprechen, die sich dann als Halsschmerz festsetzen.
Die einfachste Art das zu lösen ist natürlich, die Worte auszusprechen. (...und da ist sie wieder - die Angst. Wie reagiert das Gegenüber? Welche Konsequenzen hat das? Und so weiter....)^^

Wir nehmen ja einges in Kauf an Beschwerden, weil wir zu ängstlich sind, unsere Gefühle zu äussern.
Eine guter Schritt in die richtige Richtung ist das Aufschreiben der Gefühle, der Worte.

Wenn wir uns die Zeit nehmen uns vor ein Blatt Papier oder auch an den PC zu setzen und einfach mal schreiben was uns so in den Sinn kommt, werden wir erstens staunen, und zweitens uns besser fühlen.

Mein Tipp bei Beschwerden aller Art - lassen Sie ihren Gefühlen einmal freien Lauf. Sprechen Sie mit ihrem Spiegelbild, erzählen Sie ihm alles was Sie nervt. Schreiben Sie auf, wem Sie was sagen wollen.
"Liebe/r ....
es kotzt mich an, dass du ...."

Glauben Sie mir - es hilft.

Was natürlich auch "hilft", ist die Einnahme von Tabletten. Das ist auch sehr einfach. Inzwischen gibt es auch schon Schmerzmittel "to go", man braucht nicht einmal mehr Wasser dazu...

Wenn Sie aber bewusst gelesen haben, wissen Sie jetzt, was Sie ihrem Körper antun, wenn Sie ihre Beschwerden nur mit Tabletten bekämpfen.
Natürlich gibt es Schmerzen, die nicht auszuhalten sind und eine Schmerztablette notwendig machen.
Aber dabei darf es nicht bleiben. Ihre Seele nutzt Ihren Körper um mit Ihnen zu sprechen. Wie sonst soll sie sich bemerkbar machen? Und wenn Sie eine Schmerztablette nehmen ist das, als würden Sie ihr die Tür vor der Nase zuschlagen. Sie wird dann versuchen, einen anderen Weg zu finden Sie zu erreichen....

Wenn Beschwerden da sind, hören Sie hin. Horchen Sie in sich hinein. Was stimmt nicht? Was belastet? Was muss getan oder gesagt werden?
Was teilt meine Seele mir mit?
Wir sollten die Tür öffnen, wenn es klopft und nicht warten, bis eine Scheibe eingeschlagen wird. ;-)

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Mittwoch, 15. Mai 2013
Magenschmerzen - was will mein Körper mir sagen?
Magenschmerzen, Übelkeit, Bauchkrämpfe... die große Überschrift ist ANGST. Ganz runtergedacht auf den kleinsten Nenner, hängen all unsere Beschwerden mit Angst zusammen. Wie wir ja bereits wissen gibt es zwei große Energien: Liebe und Angst.

Angst läßt uns zögern, stolpern, verzweifeln, aushalten und stagnieren. Angst lähmt.

Und Angst bringt uns körperliche Beschwerden. Immer dann, wenn wir uns nicht bewußt sind, dass wir Angst haben. Oder wenn wir es uns nicht eingestehen wollen.

Bauchschmerzen und Übelkeit kommen meistens in recht eindeutigen Situationen vor. Angst vor der Prüfung morgen - heute Bauchschmerzen und schlecht ist mir auch.
Wenn man für einen Augenblick richtig, richtig Angst hat - also so wirklich Angst - weil unten im Haus ein Geräusch ist und wir aber alle im Bett liegen zum Beispiel - dann wird uns von einer Sekunde auf die andere schlecht.

Magenschmerzen, Magenprobleme dagegen sind komplizierter. Oft liegen langwierige Geschichten vor. Der Arbeitsplatz zum Beispiel.
Ich habe einige Jahre in einem Callcenter gearbeitet und musste Focus, Spiegel und Stern an den Mann bringen. Ich war erfolgreich und habe mir sogar lange eingeredet, Spaß an der Sache zu haben. Dann bekam ich Magenschmerzen und schließlich eine Magenschleimhautentzündung. Durch die Zwangspause die folgte hatte ich Zeit zum Nachdenken und habe deutlichst erkannt, dass ich den immensen Druck der dort herrschte EIGENTLICH nicht aushalten konnte. Der Erfolgsdruck war wirklich enorm. Weil ich es aber immer irgendwie geschafft hatte mein Pensum zu erfüllen, habe ich das verdrängt. NATÜRLICH bin ich nach Genesung wieder hingefahren (...!^^) und -zack-
wieder eine Magenschleimhautentzündung.Dieses mal bereits nach wenigen Tagen und deutlich heftiger.

Magenschmerzen sagen uns: hey, hier stimmt was nicht. Du hältst eine Situation aus, die du nicht aushalten kannst. Du tust etwas, das du nicht mit dir vereinbaren kannst.
Es ist manchmal sehr schwer das zu erkennen. Vor allem ist es schwer, das anzuerkennen.
Warum reden wir uns ein, dass es daran nicht liegen kann? Warum reden wir uns ein, dass es nichts, wirklich gar nichts in unserem Leben gibt, das uns so sehr belastet, dass die Magenschmerzen daher kommen könnten?

Angst.

Angst vor den Konsequenzen die das Erkennen zwangsläufig mit sich bringt.
Angst vor der Veränderung die ja dann erfolgen muss.

Ich habe gekündigt. Und siehe da - einge Tage später habe ich eine Anzeige in der Zeitung gelesen und habe glückliche Jahre als Anzeigenverkäuferin für ein Wochenblatt verbracht. Mit Erfahrungen die ich nicht missen möchte und mit Verbindungen, die heute noch bestehen, weil sie so wertvoll sind.

Wer Magenschmerzen hat muss sein Leben durchleuchten und den Störfaktor suchen. Es kann die Schwiegermutter sein, die jeden Tag vor der Tür steht, der Lebenspartner, der jeden Abend betrunken ist, der Nachbar, der uns tyrannisiert, die Freundin die nur meckert, die Wohnsituation, die finanzielle Situation, der Streit mit der Schwägerin, die Arbeitsstelle.....

Wenn wir ein Thema haben, das problematisch ist und wir laut sagen: "Aber das ist mir egal, das belastet mich üüberhaupt nicht!" ..dann ist das genau das Thema, welches es zu durchleuchten gilt.

Was würdest du ändern, wenn es keine Angst machenden Konsequenzen gäbe?
Würdest du kündigen?
Würdest du dich trennen?
Würdest du die Freundschaft beenden?
Würdest du umziehen?
Würdest du ...

Schreib einfach mal auf, was du gerne ändern würdest, wem du gerne was sagen würdest.
Ehrlichkeit ist wichtig. Absolute Ehrlichkeit dir selbst gegenüber. Es passiert ja noch nichts, nur weil du es aufschreibst. :-)
Dann stell dir vor, du tust es.
Du suchst ab sofort nach einer anderen Wohnung.
Du sagst der Schwiegermutter, dass sie anrufen soll, bevor sie kommt.
Du sagst der Freundin, dass du ihr Gemecker nicht mehr aushältst.
Du sagst deinem Lebenspartner was dich belastet.
Du sagst deinem Chef, dass es so nicht weiter geht für dich.

Schreib auch das gerne auf. Es fühlt sich gut an. Es befreit und kann schon Heilung sein.

Dann überleg dir die schlimmsten Konsequenzen die daraus entstehen können.

Du musst dir für die Kaution Geld leihen und Wände streichen.
Die Schwiegermutter könnte sauer sein und vielleicht erst einmal gar nicht mehr kommen. (^^ :-) )
Die Freundin könnte verletzt sein und den Kontakt zu dir erst einmal reduzieren oder vielleicht sogar vermeiden.
Dein Lebenspartner könnte wütend und verständnislos sein.
Dein Chef könnte mit Kündigung drohen.

Vielleicht bietet sich dir eine Wohnung von privat, Kaution nicht nötig. Renoviert ist sie auch und deine alte Wohnung möchte der Nachmieter selber gestalten.
Vielleicht ist der Schwiegermutter aber auch gar nicht bewußt, wie sehr es dich nervt, dass sie dauernd vor der Tür steht.
Vielleicht weiß die Freundin gar nicht, dass ihr ständiges Gemecker über Gott und die Welt dich wahnsinnig macht.
Vielleicht versteht dein Lebenspartner was du ihm sagst und überdenkt sein Verhalten.
Und wenn nicht - vielleicht lebt es sich ganz wunderbar ohne ihn! :-)
Vielleicht bietet dein Chef dir eine Alternative oder aber - vielleicht wartet eine wundervolle neue Stelle auf dich.

Unsere Angst läßt uns zögern. Unser Verstand redet uns die schlimmsten Dinge ein und läßt uns schweigen. Warum malen wir uns nicht vorab aus, wie unser Gegenüber verständnisvoll reagiert und sich alles zum Guten wendet?
Weil wir Angst haben und das unsere Gedanken bestimmt.
Unser Verstand ist Meister darin, sich die schlimmsten Szenarien auszudenken.
Stoppe ihn! Geh´s an! Deiner Gesundheit zuliebe. Du hast nur diesen einen Körper!
Gehe positiv an die anstehende Veränderung heran. Erwarte einen positiven Ausgang. Du wirst dich wundern und dein Magen wird es dir danken.

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