Samstag, 22. März 2014
Rea Garvey im Gloria - Leidenschaft und Dankbarkeit
Das Gloria Theater in Köln... es ist einfach DER Club!
Und wenn da dann Rea Garvey auf der Bühne steht...
#ERROR#
;-)

Das lange Warten vor der Tür hat sich gelohnt, wir stehen
in der 4. Reihe vor der Bühne. Das Bühnenbild ist klasse,
das Publikum in Feierlaune und das Gloria voll bis zum Rand.

Dann kommt er. Wie so oft in schwarz, dieses Mal mit Hut -
der steht ihm gut.
Er grinst, strahlt, freut sich. Gleich ist klar - er ist seehr
gut drauf und fiebert der Vorstellung seiner neuen Songs
ebenso entgegen wie wir.

Die Show beginnt und er reißt uns von der ersten Sekunde an
alle mit. Wir jubeln, klatschen und singen die Refrains der neuen
Songs gleich mit. Die bekannten "Can´t stand the Silence" Songs
sowieso. :-)

Die Stimmung ist wirklich besonders und wir stehen wie ein
Mann vor ihm und geben alles.

Und eben das tut er auch.
Er ist präsent. Rea ist dort auf der Bühne. "Der Rea von nebenan"
möchte man sagen. Er erzählt, er plaudert mit uns. Wir erfahren
die Geschichten der Songs, lustige Begebenheiten aus seinem Alltag,
Kindheitserinnerungen und erhalten Einblick in seine Gefühlswelt.

Er ist ganz offen, vertraut uns, wirkt authentisch und scheint
sich wohl zu fühlen mit uns.
Er scherzt, lacht und spielt mit uns, reagiert auf Zurufe ("Du geile
Sau!" -- "Ich nehme an, das ist ein Kompliment? Ich hab
abgenommen, also "Sau" stimmt nicht!)
und nachdem wir ihn mit OOOOOOOOOOOOOhooohooo zurück auf
die Bühne geholt haben, aber nicht aufhören zu singen, flachst er rum
und sagt schließlich: "Ich hab keine Ahnung was hier gerade passiert ist,
aber ich habe teilgenommen." Grinst:"Manchmal muss man einfach
nur mitmachen."

Er entschuldigt sich, weil sein neues Album nicht zum Tourstart fertig ist:
"Es gibt nur einen der daran Schuld ist --- Ich."
und freut sich umso mehr, dass wir sofort mitsingen.

"Seid ihr bei mir??" fragt er mehrmals laut und wir bestätigen das lautstark.

Auch ich (jaaaa, fast 5 Jahre älter als der da auf der Bühne...^^) rufe,
johle, hüpfe und singe und bin froh, dass meine Kinder mich nicht sehen. :-))

Was ist das? Wiiiieso fasziniert er so?
"Ich will Music from the heart. Nicht so...irgendwie so... das tu ich euch
nicht an. Es muss von mein Herzen kommen."

Und ich denke das ist es. Er erwähnt einmal kurz, dass er sich in Emotionen
verlieren kann und da "früh genug anhalten muss".
Das ist es was ihn für mich so unwiderstehlich macht.
Er ist da mit allem was er hat. Ist so begeistert wie wir. Öffnet sich der Musik,
öffnet sich uns. Er lädt ein, lässt Nähe aufkommen. Er spürt uns und er
fordert das auch.
Immer wieder öffnet er die Arme, legt den Kopf zurück und "erfühlt" uns.
Fordert uns auf mit ihm zu singen und zu klatschen. Ich weiß, es nervt,
dass ich immer wieder davon schreibe, ;-)
aber es IST ein Energiespiel. Er nimmt. Er nimmt alles, saugt auf und dann
gibt er mit ganzem Herzen.

Und - Ladies - er ist so leidenschaftlich, dass man sich der Atmosphäre
nicht entziehen kann.

Ich glaube, dass das das eigentliche Geheimnis ist.
Er ist mit solcher Leidenschaft dabei, dass es ansteckend ist, ob man will
oder nicht. Er ist wild und losgelöst, gefühlvoll und mit allen Sinnen im Geschehen.

Übersetzt ins "Alltagsleben" heißt das für mich:
was du mit Feuer, Herz und Leidenschaft vertrittst,
wird die Menschen mitreißen. Wenn es gut ist. ;-)


Geflasht von Köln nach Hause überfällt mich große Dankbarkeit.
Ich freue mich, dass es solche Künstler gibt, dass ich Mädels habe,
die so bekloppt sind wie ich (Danke Dagmar, Kerstin, Nicole, Carola),
dass mein Mann mich ohne zu murren losziehn lässt und dass ich
gesund und in der Lage bin, solche Momente zu erleben.

Musik verbindet. Musik befreit und löst. Music from the heart thrills.

"Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann
und worüber zu schweigen unmöglich ist."
William Shakespeare



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